31.03.-03.04.2026


850 Caprock Canyons Park Rd, Quitaque, TX 79255
Latitude: 34.410296 – Longitude: -101.053264
Im Caprock Canyons State Park bekamen wir leider nur noch drei einzelne Nächte, was etwas lästig war, weil es viel Zeit kostet, weil man nicht nur zusammenpacken, sondern sich auch jedesmal neu anmelden muss.

Der Honey Flat Campground mit 46 Sites ist der Einzige, der für Wohnmobile geeignet ist. Darüber hinaus gibt es ein paar weitere Zeltplätze
Es gibt Strom und Wasser an den Plätzen, dazu Picknicktische, Shelters, Feuerstellen und eine allgemeine Dumpstation.

Ansonsten ist der Caprock Canyons ein sehr schöner Park, nicht ganz so spektakulär wie andere Canyons, die wir schon besucht hatten. Dafür laufen aber Bisons frei herum und tummeln sich auf der Straße.

Jürgen lief mit den Hunden den 2,3 Meilen langen Eagle Point Trail hinunter
Der Eagle Point Trail ist ein rund 3,2 km langer, teils anspruchsvoller Weg mit weiten Ausblicken, zerklüfteten Canyons und ursprünglicher Prärie. Entlang des Trails zeigen die erodierten Felsen eindrucksvoll, wie Wind und Wasser die Landschaft über Jahrtausende geformt haben.

Besucher sehen Spuren der amerikanischen Bisons, die einst in Millionenstärke die Great Plains prägten und heute weiterhin wichtig für das Ökosystem sind, indem sie die Prärie offenhalten.
Der Trail führt an Forschungsflächen vorbei, in denen Vegetationsveränderungen dokumentiert werden. Diese markierten Bereiche sollen nicht betreten werden, um die wissenschaftlichen Ergebnisse nicht zu beeinträchtigen.
Ein Höhepunkt ist die Natural Bridge, eine natürliche Felsbrücke, entstanden durch langjährige Erosion.
Insgesamt verbindet der Eagle Point Trail Naturerlebnis, Geologie, Geschichte und Einblicke in aktuelle Forschungsarbeit zur Erhaltung der Prärie.

Sehr gut gefallen haben mir die sattgrünen Büsche und Bäume vor den roten Felsen.
Der Caprock Canyon liegt im Panhandle von Texas, am östlichen Rand des Llano Estacado mit einer beeindruckenden roten Sandsteinlandschaft mit tief eingeschnittenen Canyons..
Die Region war seit der Folsom‑Zeit besiedelt; bedeutende Fundstellen liegen am heutigen Lake Theo. Später nutzten Apache und Comanche die Canyons als Jagd‑ und Rückzugsgebiet – ab dem 19. Jahrhundert prägten Rancher – besonders Charles Goodnight – das Gebiet.
Der Staat Texas erwarb das Land 1975 und eröffnete den Park 1982.
Der Lake‑Theo‑Fundplatz wurde in den 1960er‑ und 1970er‑Jahren entdeckt, als Steinwerkzeuge und Knochenreste am Ufer auftauchten. Untersuchungen zeigten, dass dort vor 10.000 bis 12.000 Jahren ein Lagerplatz der Folsom‑Kultur lag, an dem Bison erlegt, zerlegt und verarbeitet wurden. In rund vier Metern Tiefe fanden Archäologen Projektilspitzen, Schaber und über 500 Knochen eines ausgestorbenen Bisons. Die damaligen Wasserstellen im Holmes Canyon zogen die prähistorischen Jäger vermutlich an.

Er ist heute vor allem für die Texas State Bison Herd bekannt – die letzten Nachfahren der von Charles Goodnight Ende des 19. Jahrhunderts vor der Ausrottung geretteten Plains‑Bisons. Eine kleine, genetisch besondere Herde lebt heute frei im gesamten Park und gilt als die letzten der ursprünglichen Southern‑Plains‑Bisons. Sie wird vom Staat Texas in einem langfristigen Schutzprogramm betreut und bewegt sich frei im gesamten Park, oft direkt entlang der Straßen und Trails.





Geologisch zeigt der Canyon die typischen roten Sedimente der Quartermaster‑Formation, die durch Wasser und Wind zu steilen Wänden, Seitenschluchten und Plateaus geformt wurden. Die Caprock‑Stufe markiert hier den Übergang von der Hochfläche zu den tiefer liegenden Rolling Plains.
Quelle: Copilot ,Texas Parks & Wildlife Department+ AMen





Die Caprock Canyons wirken weniger touristisch als Palo Duro, dafür ursprünglicher: viel Raum, wenig Infrastruktur, eine Straße durch den Park und eine Landschaft, die durch Licht, Farbkontraste – saftiges Grün vor knallroten Felsen – und offene Räume definiert wird.
Einen Stopp sollte man am informativen Amphitheater des Parks einlegen.


Hier werden Ranger Programme, Naturvorträge und Abendveranstaltungen für bis zu 40 Personen durchgeführt und man hat von hier aus man einen wunderschönen Blick auf die Canyonlandschaft.


Im überdachten Bereich finden sich Thementafeln über Geschichte, Landschaft und Kultur der Caprock Region.
Eine Tafel widmet sich der Native Technology und erklärt anhand typischer Werkzeuge und Alltagsgegenstände, wie indigene Gruppen ihre Umgebung nutzten und welche Materialien sie für Jagd, Nahrung und Handwerk einsetzten.


Thriving Along the Caprock beschreibt das Leben der frühen Siedler und Rancher, illustriert mit historischen Fotografien, die Anpassung an Klima, Ressourcen und die raue Landschaft zeigen.
Dust Times Trade gibt einen Einblick in die historischen Handelswege der High Plains, mit Karten und Grafiken, die die regionalen Routen und Austauschbeziehungen veranschaulichen.
Und noch ein Blick ins VisitorCenter des Caprock Canyon State Parks

Ein weiteres Highlight ist der Caprock Canyons Trailway, ein über 100 Kilometer langer Rail‑Trail auf einer ehemaligen Bahnstrecke.

Er führt über Brücken, durch Tunnels und weite Prärieabschnitte – darunter der bekannte Clarity Tunnel, Heimat einer großen Fledermauskolonie im Sommer.
Bild: ChatGPT
Den Trail haben wir leider nicht gemacht, muss aber interessant sein.

Schockierend fand ich einige der Städte, durch die wir hier hindurchfuhren: runtergekommen, verwahrlost, geschlossene Geschäfte – einfach nur trostlos und tot





