03/2026


Der „Grand Canyon von Texas“ – so wird er oft genannt. Unsere Site #94 lag auf dem Mesquite-Campground, zu dem man vom Parkeingang aus noch einmal rund acht Meilen bis ganz hinten durchfahren musste.

Der Park ist sehr gut erschlossen: Alle Plätze verfügen über Strom und Wasser, auch die auf dem am weitesten entfernten Mesquite, das Internet ist allerdings nur leidlich.






Unterwegs kann man die Canyon Gallery, das Visitor Center besuchen und im Mercantile einen sehr guten und günstigen Hamburger käuflich erwerben.



Es gibt zahlreiche Wanderwege. Wir liefen den kürzeren Triassic Trail, sowie ein Stück des Lighthouse Trails – allerdings bei knallender Hitze.




Sehr beeindruckend war die Cave, eine natürliche Erosionshöhle im roten Quartermaster‑Sandstein, groß und offen, begehbar ,aber nicht sehr tief.
Tatsächlich führt nur der mittlere, steinige Weg direkt in die Höhle hinein – der linke Weg wirkt anfangs zwar einfacher, erfordert aber einiges an Kletterei und führt oberhalb des Höhleneingangs – und eigentlich hätte ich dort in meiner Unsportlichkeit gar nicht hochkommen dürfen.







Texas Rinder
Am Eingangsbereich des Palo Duro Stateparks sah man – zumindest am Wochenende ein paar der typischen Texas Rinder.
Eine Rasse so alt wie Texas
Die ersten Rinder kamen 1541 mit spanischen Entdeckern und Missionaren nach Texas. Einige entkamen und lebten über 100 Jahre wild. Aus diesen Tieren entwickelten sich die robusten Texas Longhorns, die mit ihren langen Hörnern auch unter schwierigen Bedingungen überlebten und später eine wichtige Grundlage der texanischen Rinderzucht wurden.
Um 1930 ging ihre Zahl durch die Verbreitung moderner Rinderrassen stark zurück. Frank Dobie und Rancher Graves Peeler setzten sich für den Erhalt der historischen Longhorns ein. 1969 wurde ihre Herde zur offiziellen Texas-Longhorn-Herde erklärt.
Hörner: bis zu 2,1 m Spannweite
Gewicht eines ausgewachsenen Bullen etwa 363 kg
Lebenserwartung: über 20 Jahre
.


Der Civilian Conservation Corps
Auch der Palo Duro Canyon State Park trägt bis heute die Handschrift des Civilian Conservation Corps, einer Arbeits- und Infrastrukturorganisation aus der Zeit des

New Deal (1933–1942), als junge Männer unter Leitung von Parkplanern viele der zentralen Einrichtungen des Parks bauten, unter anderem das heutige Visitor Center, (das El Coronado Lodge), das bekannteste CCC‑Gebäude im Park, das wie die meisten Gebäude des CCCs aus lokalem Sandstein errichtet wurde.
Bilder: Copilot
DER BAU DER STRASSE

Anfang August 1933 begannen mehrere hundert Männer mit der wichtigen Aufgabe, eine etwa 2,4 Kilometer lange Straße vom Rand des Canyons bis hinunter zum Talboden zu bauen.

Schwierige Stellen wurden mit Dynamit gesprengt, der weitaus größte Teil der Bauarbeiten erfolgte jedoch mit einfachen Handwerkzeugen wie Spitzhacken, Schaufeln und Schubkarren.
In der Rekordzeit von weniger als sechs Monaten schufen die hart arbeitenden Männer die erste Zufahrt für Fahrzeuge bis zum Grund des Canyons.
Am 26. November 1933 wurde die Straße offiziell eröffnet. Die Feier wurde von der Handelskammer des Canyons veranstaltet. Rund 6.000 Menschen nahmen daran teil. Der Kongressabgeordnete Marvin Jones weihte die Straße ein, die noch heute genutzt wird.
Quelle: Visitor Center Palo Duro





