
El Paso liegt ganz im Westen von Texas am Rio Grande und bildet mit Ciudad Juárez und Las Cruces eine zusammenhängende Grenzregion, in der Alltag, Arbeit und Kultur nahtlos zwischen zwei Ländern fließen.
Die Franklin Mountains verlaufen mitten durch El Paso und teilen die Stadt in einen östlichen und einen westlichen Bereich.
Sie prägen das Stadtbild und verdeutlichen die unmittelbare Nähe von Wüste und Gebirgsrand.
Historisch war El Paso ein Durchgangsort – zuerst für indigene Gruppen, später für spanische Missionare, deren Spuren etwa in Ysleta bis heute sichtbar sind. Mit der Eisenbahn kam der große Schub: Handel, Militär und Grenzverkehr machten die Stadt zu einem Knotenpunkt, der sie bis heute prägt. Der Alltag ist zweisprachig, die Atmosphäre entspannt, und trotz Großstadtgröße wirkt vieles bodenständig und unaufgeregt. Wirtschaftlich dominieren Logistik, Fertigung und Fort Bliss als riesiger Militärstandort. Das trockene Klima mit vielen Sonnentagen und die vergleichsweise niedrige Kriminalität sorgen für ein stabiles, ruhiges Lebensgefühl.

In El Paso wurde Jürgen erwischt und sollte in einem Interview seine Meinung über die Hitze in El Paso preisgeben.
Ein paar Orte, die den Charakter der Stadt gut einfangen:
Der Scenic Drive bietet einen Blick über das gesamte Grenzgebiet – tagsüber klar, abends fast schon dramatisch. Das Plaza Theatre zeigt, wie viel historische Substanz El Paso bewahrt hat, ohne in Kitsch abzurutschen.
Im Segundo Barrio erzählen Wandmalereien von Migration, Identität und Alltag an der Grenze.
Und wer die Landschaft mag, findet im Franklin Mountains State Park direkt am Stadtrand eine Mischung aus Stille, Fels und weitem Blick, die man so nah an einer Großstadt selten bekommt.