Ranger Talk über den Joshua Baum

Ranger Dustin erwartete am Treffpunkt Cap Rock nur wenige Teilnehmer und war von dem Interesse am Joshua Baum und dessen weiterem Schicksal überrascht. Zuerst ging es ihm um die Beschreibung des ungewöhnlichen Baumes: er hat keine Jahresringe, sodass es schwierig ist, das Alter eines Exemplares zu bestimmen. Man behilft sich mit der Höhe als Altersmaßstab; am Anfang wächst ein Joshua Tree 2 ca. Inch pro Jahr, später nur noch 1 Inch jedes Jahr, die Lebenserwartung beträgt ca. 250 Jahre.

Ein lebender Joshua Tree liefert Nahrung für viele Tiere, z.B Squirrels, Mäusen, Hasen und Bighorns. An einen Joshua Tree zeigte der Ranger eine Fressstelle in 1,6 m Höhe und meinte, sie stamme von einem Bighorn. Aber auch Vögel und selbst Koyoten fressen von dem Baum, besonders die Samen sind beliebt. Auch ist er Zufluchtsort, aber auch abgestorben dient er als Lebensgrundlage für andere Tiere.

Schwierig gestaltete sich die Klärung der Verwandschaftsverhältnisse: dies kann man an einer ganzen Liste von verwendeten Bezeichnungen für den Joshua Tree ablesen. Die Blüte sieht aus wie eine Lilie aber die DNA macht es endgültig klar: der Joshua Tree ist eine Yucca brevifolia, also eine kurzblättrige Art der Yucca. Der Joshua Tree bildet eine enge Symbiose mit der Yucca Moth; diese befruchtet die Blüte, legt gleichzeitig aber Eier an der Blüte ab. Die heranwachsenden Larven fressen später dann einen Teil der Joshua Tree Samen auf. Zur Verbreitung des Baumes hat in der Eiszeit die heute ausgestorbene Giant Slug (?) beigetragen, was man von Kotspuren mit eingelagertem Samen weiss.

Das Verbreitungsgebiet war früher deutlich größer als heute; immerhin wächst der Joshua Tree in California, Utah, Arizona und Nevada. Früher fiel etwa 20 inch Regen pro Jahr, heute sind es nur noch ca. 3 inch. Der Joshua Tree mag es kalt und nass, 3 inch sind ihm zu trocken.

Der National Park Service beobachtet und dokumentiert, handelt aber im Moment aber nicht entsprechend, z.B. durch Wasserzufuhr oder durch Neuanpflanzungen, da man sich über die Nebenwirkungen nicht sicher ist. Aber Ranger Dustin meinte, es könne gut sein, dass es in 100-200 Jahren im heutigen Joshua Tree NP keine Joshua Bäume mehr gibt!