Slab City, CA

1/2019

The last free place on earth…sicher nicht jedermanns Geschmack.

Obwohl wir jetzt wahrhaft nicht die Hardcore Boondocker sind, verbrachten wir zwei Tage in Slab City.

Wildes Leben in der Wüste, Aussteigerparadies, der unkonventionellste Campingplatz in ganz Amerika, oder wie auch immer der Ort beschrieben wird: bekannt ist diese – Stadt kann man kaum sagen – weil sich hier alles trifft, Aussteiger, Künstler, übriggebliebene Hippies in völlig runtergekommenen, vermutlich eher weniger fahrtauglichen Wohngeräten, aber auch ganz normale Touristen, in ihren neuwertigen Wohnmobilen.

Es gibt kein Wasser, Strom und Gas, keine Polizei, keinen Arzt, kein Geschäft, aber immerhin eine Bücherei, ein Internetcafe und ein Hostel…

Entstanden ist die Siedlung aus einer ehemaligen Militärbasis, von der lediglich ein paar Fundamente, Slabs genannt, übrig geblieben sind.

Eigentlich ganz normal, man kommt an, sucht sich einen Platz zum Stehen und bleibt solange es Spaß macht. Die Leute sind durchweg freundlich und grüßen. Gewöhnungsbedürftig ist sicher der Dreck, der überall herumliegt.

The last free place on earth – das mag zutreffen, wenn man die Freiheit hat, wieder zu gehen, wenn man will. Für viele dort gibt es wahrscheinlich aber keine Alternativen.

Vom Rio Bend Campground aus hatten wir Slab City einige Tage vorher schon einmal besucht und wir beschlossen, ein paar Tage hier zu stehen. Zum einen wollten wir ins Range gehen, da dort Samstags Abends (mehr oder weniger gute) Musik gespielt wird. Das fiel aber leider ins Wasser, da  es den ganzen Tag regnete. Außerdem wollte ich den Salvation Mountain gerne im Abendlicht fotografieren. Das klappte aber auch nicht, da durch den Regen am Tag davor der Berg gesperrt war. Dann beschlossen wir zu den Mud Pots zu fahren, kleine Schlamm spuckende Hügel. Das gestaltete sich jedoch auch recht schwierig, da….es den Tag zuvor den ganzen Tag geregnet hatte. (Siehe auch: Ich hätte tot sein können)

Eine Touristenattraktion ist der Salvation Mountain

Besser gefallen, weil teilweise wirklich kreativ, hat mir East Jesus,  ein „Freilichtmuseum“ in dem teilweise bizarre Kunstwerke nur aus Müll erbaut wurden. Der Ausdruck East Jesus ist ein umgangssprachlicher Begriff, der  früher im mittleren Westen verwendet wurde, um einen Menschen zu beschreiben, der sich abseits des ausgetretenen Pfades bewegt.