Imperial Dam (LTVA), Yuma, CA

1/2019, 1/2020

Der Imperial Dam ist ebenfalls BLM Land, wie der Pilot Knob in Winterhaven und La Posa in Quartzside, das in unserer 14tägigen Permit enthalten war. Hier stehen sie, die Snowbirds aus ganz USA und Kanada (und Deutschland). Unsere Nachbarn aus Idaho erzählten , sie kämen seit 25 Jahren hierher und das jeweils für fünf Monate.

Wir hatten einen schönen Platz erwischt, zwar mit einer Zugangsstraße zur Bootsanlegestelle vor der Nase, aber mit schönem Blick auf den Stausee. Der Platz ist recht komfortabel, hier gibt es eine Dumpstation, Frischwasser, Müllcontainer und ein Christian Center. Nur das Internet ist sehr schlecht.

2019 blickten wir am Imperial Dam LTVA neidisch auf die Wohnmobile, die direkt unten am Senator Wash Reservoir standen, aber für die kurze Zeit lohnte es nicht mehr umzuparken; der Platz wäre auch über unsere LTVA Permit nicht abgedeckt gewesen.

2020 standen wir dann 14 Tage lang am Senator Wash auf einem sehr schönen Platz, direkt am Wasser.

Ein Nachbar erklärte uns die Funktion: das Senator Wash Reservoir dient als Wasserspeicher, wenn der Colorado viel Wasser führt und die beiden nahegelegenen Dämme (Laguna Damm, Imperial Damm) ihre Staubecken gefüllt haben – dann wird Wasser in das Reservoir gepumpt. So kann – über Nacht – das Wasser auch mal bis vor das Wohnmobil steigen; man sollte also die durch Treibholz und Pflanzenreste markierte Hochwasserlinie sehr ernst nehmen. Andererseits kann bei Wasserbedarf, z.B. für Bewässerung auch Wasser aus dem Reservoir entnommen werden. Fassungsvermögen, bzw. Tiefe war leider nicht feststellbar, jedenfalls für Aussicht, Sonnenuntergänge, Bootfahren und Hundeplanschen ein Paradies.

Seit 2019 sind wir glückliche Besitzer eines aufblasbaren Kayaks, mit dem wir, gerade hier, schöne Touren machten. Noch viel schöner soll es gegenüber am Squaw Lake sein, dort kamen wir aber mangels Transportmöglichkeit unseres Bootes nicht hin.

So ganz klar ist es uns mit den Permits noch nicht: Oben (und auf verschiedenen Anderen LTVA Geländen) ist der orangefarbene Aufkleber gültig (40 $ für 14 Tage, 170 $ für ein Jahr), fährt man den Weg hinunter an das Wasser, bzw. an das North Shore gegenüber, braucht man das Yuma Field Recreation Area Ticket, 15 $/Tag, 75 $ für das ganze Jahr.

Während man auf dem LTVA Gelände uneingeschränkt stehen darf, ist es auf der Yuma Field Recreation Area nur maximal 14 Tage erlaubt. Danach muss man mindestens 14 Tage mindestens 30 Meilen entfernt stehen und darf danach wieder zwei Wochen dort campen. Wie das überprüft wird ist nicht so ganz klar, aber es fällt auf, dass alle brav nach zwei Wochen abziehen.

Am North Shore gegenüber steht man traumhaft. Dieses erreicht man, über eine ungeteerte, aber recht gut befahrbare, etwa zwei Kilometer lange Straße. Hier steht man deutlich einsamer, wenn man darauf Wert legt.

Am South Shore stehen die Wohnmobile dicht aneinander, trotzdem war es, bis auf die Generatoren, die regelmäßig, aber maßvoll liefen, recht ruhig. Der Vorteil hier ist, dass man immer mal wieder einem Nachbarn ins Gespräch kommt und wir saßen oft mit Kanada, Minnesota und Colorado abends am Lagerfeuer.

Ein Tipp:
während der RV Show in Quartzside ist der Platz anscheinend recht leer. Sobald aber die Show vorbei ist, füllt er sich schlagartig


Wer es etwas solider möchte kann auf dem T.K. Jones Campingground am Squaw Lake campen, zugänglich mit der YFRA Permit, aber, wenn ich es richtig gesehen habe, auch dry – ohne Strom und Wasser.

Das Internet am Senator Wash ist ganz schlecht: unten geht gar nichts, wenn man an der Gabelung aber links abbiegt, an der Dumpstation vorbei und noch ein Stück weiter hat man in einem kleinen Bereich recht guten Empfang.


Nach Yuma sind es – kürzeste Strecke – 36 Kilometer – diese Strecke muss man wohl oder übel ab und zu mal fahren, eine nähere Einkaufsmöglichkeit gibt es nicht.

Unser Rat: egal, was der Navi sagt, nicht die S24 nehmen, die schüttelt das Wohnmobil heftig durch, sondern über die #95 auf die Imperial Dam Road fahren, das ist zwar, je nach Ausgangsposition ein ganzes Stück weiter, aber wesentlich angenehmer zu fahren.


Geplant waren 2019 ein paar Tage am Mittry Lake. Hier darf man 10 Tage pro Kalendertag stehen, meines Wissens ohne Permit; in größeren Abständen gibt es einige wenige Plätze, direkt am See; die eigentlich vorgesehenen Plätze fanden wir jetzt nicht ganz so schön, da die Fahrzeuge dort recht eng standen und keinen direkten Zugang zum See hatten.

Vom Imperial Dam LTVA ist die Zufahrt allerdings nicht sehr gut, über eine Gravel Road fährt man 10 teilweise sehr unebene Kilometer, so dass wir beschlossen für die kurze Zeit nicht dorthin zu holpern. Deutlich besser und kürzer zu den Plätzen ist der Zugang über die #’95 (ausgeschildert).


Etwa 11 km vom Imperial Dam, auf dem Weg nach Yuma über die Imperial Dam Road, liegt das Yuma Proving Ground Open Air Museum. Drin waren wir – mangels Interesse – noch nicht, außen lassen sich eine Menge ausgemusterte Militärmaschinen, Panzer, Hubschrauben u.a. bewundern.